Modul 5: Daten und Humanities

Datum:

Montag, 24.10.2016

Zeit:

08.30-09.00: Kaffee und Gipfeli
09.00-09.45: Modul 5, Einführung / R. Schneider
09.45-10.30: Modul 5, Teil 1 / S. Lonati und M. Sommet
10.30-11.00: Pause
11.00-12.30: Modul 5, Teil 2 / S. Lonati und M. Sommet
12.30-13.30: Mittagspause

Ort:

Volkshaus Zürich
Gelber Saal
Stauffacherstrasse 60
8004 Zürich

ReferentInnen:

Sara Lonati, René Schneider und Moritz Sommet

Sprache:

Deutsch


Einführung: Daten und Humanities / René Schneider

Trotz des grossen Interesses, das dem Thema Daten in den Geisteswissenschaften aktuell entgegenschlägt, besteht letztlich noch keine Klarheit darüber, wie es sich damit konkret verhält. Es herrschen – dem  Wesen der Geisteswissenschaften entsprechen – mehrere gleichwertig miteinander konkurrierende Meinung vor. In diesem Vortrag soll zunächst auf den wissenschaftstheoretischen Sonderweg der Geisteswissenschaften eingegangen werden, bevor die unterschiedlichen Standpunkte hinsichtlich dessen, wie Daten zu betrachten und zu verarbeiten sind, miteinander verglichen werden. Der Vortrag schliesst mit einem Ausblick auf die Anforderungen, die ein geisteswissenschaftliches Datenzentrum erfüllen muss.

Forschungsdatenmanagement in den Geistes- und Sozialwissenschaften: am Beispiel des Instituts für Mehrsprachigkeit / Sara Lonati und Moritz Sommet

Am konkreten Beispiel eines Instituts mit sprachwissenschaftlichem und sprachdidaktischem Forschungsschwerpunkt können Sie sich im Rahmen dieses Moduls mit verschiedenen Aspekten des Umgangs mit Forschungsdaten vertraut machen.

Im ersten Teil werden Sie die Herausforderungen des Forschungsdatenmanagements am Institut für Mehrsprachigkeit (Freiburg) entdecken. Durch praktische Übungen werde Sie mit dem Management verschiedener Typen von Daten und mit der Einrichtung eines Datenarchivs konfrontiert.

Im zweiten Teil machen Sie sich mit der Konzeption eines Data Management Plans vertraut. Der Plan dient einerseits dazu, die Bedürfnisse der Forscher/innen zu erfüllen, ist aber auch im Hinblick auf die Datenvorkatalogisierung relevant.

Schliesslich wird Ihnen die Systemstruktur eines Forschungsdatenarchives enthüllt, und Sie werden ein echtes Forschungsprojekt katalogisieren.

Lernziele

In diesem Modul lernen Sie:

  • die Herausforderungen bei der Entwicklung eines Forschungsdatenarchivs

  • Typen von Daten zu verarbeiten, gemäss den damit verbundenen Herausforderungen

  • die Erstellung eines Data Management Plans in kontinuierlicher Kooperation mit den Forscher/innen

  • die Systemstruktur und Metadaten von Forschungsdatenarchiven

  • Forschungsdaten zu katalogisieren

Über die Referenten

Sara Lonati ist seit 2013 Bibliothekarin an der Kantons- und Universitätsbibliothek Freiburg, wo sie sich mit der Bearbeitung der freiburgischen und ikonographischen Sammlungen befasst. Nach zeitweiser Unterrichtstätigkeit verteidigte sie 2011 ihre Dissertation in italienischer Literatur an der Universität Genf und war im folgenden Jahr Stipendiatin des Schweizerischen Literaturarchivs in Bern. Jetzt beendet sie ihren Master in Informationswissenschaft an der HEG Genf, wo sie an Forschungsdaten interessiert war.

René Schneider ist seit 2006 Professor für Informationswissenschaft an der Haute Ecole de Gestion in Genf. Vor dieser Tätigkeit war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der industriellen und akademischen Forschung tätig. Seine Hauptinteressen liegen in den Bereichen Linked Data für Bibliotheken sowie Forschungsdaten (mit den Schwerpunkten Forschungsdatenkompetenz und Dienstleistungen). René Schneider ist Projektleiter der SUK-P2 Forschungsprojekte linked.swissbib.ch und Train2Dacar.

Moritz Sommet leitet seit 2012 die Dokumentationsstelle des Wissenschaftlichen Kompetenzzentrums für Mehrsprachigkeit sowie die Bibliothek für Fremdsprachen und Mehrsprachigkeit der Universität Freiburg. Zuvor arbeitete er als Bibliothekar und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ostasiatischen Seminar sowie am Institut für Linguistik/Sprachliche Informationsverarbeitung der Universität zu Köln. Forschungsinteressen: Digital Humanities, Medien- und Bibliotheksgeschichte, japanische Sprache und Kultur.

 
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