Modul 2: Die Daten auf dem Lebensweg

Datum:Mittwoch, 09.03.2016
Zeit:

13:30 - 15:00 Modul 2: Daten auf dem Lebensweg

15:00 - 15:30 Pause

15:30 - 17:00 Fortsetzung Modul 2

Ort:Zentralbibliothek Zürich, Zähringerplatz 6, 8001 Zürich
Referent/-in:Niklaus Stettler, Mara Hellstern
Sprache:Deutsch
Hinweis:Die Teilnehmer/-innen werden gebeten nach Möglichkeit einen Laptop für die praktischen Übungen mitzubringen
Beschreibung

Das Bereitstellen von Forschungsdaten impliziert verschiedene Aktionen, die in diesem Modul im Einzelnen angeschaut werden sollen. Im Zentrum stehen diejenigen Massnahmen, die in das Tätigkeitsfeld der Data Librarians gehören. Es sind dies:

  • die Infrastruktur für das aktive Datenmanagement
  • die Infrastruktur für die Verzeichnung und Speicherung der Forschungsdaten
  • die Metadaten zur Beschreibung der Forschungsdaten, um diese auffinden zu können
  • die Prozeduren zur Erhaltung der Nutzbarkeit über eine lange Zeit (Langzeitarchivierung)

In einem ersten Schritt werden Möglichkeiten für das Verwalten von Forschungsdaten in einer Institution während der Phase des Forschens dargelegt. Die Teilnehmenden lernen, wie die Daten organisiert werden können, um den Bedürfnissen der Forschenden sowie der Institution optimal zu dienen.

In einem zweiten Schritt wird eine mögliche Architektur einer Forschungsdatenplattform vorgestellt. Die Teilnehmenden lernen anhand konkreter Beispiele von Plattformen, die Spezifik von Informationssystemen für Daten kennen und erkennen, dass die Verwaltung der Forschungsdaten arbeitsteilig in Kooperation von Data Librarians und Forschenden erfolgen muss.

In einem dritten Schritt setzen sich die Teilnehmenden mit den Anforderungen zur Beschreibung der Forschungsdaten auseinander. Der Schwerpunkt liegt auf Standards, die den ersten Zugang zu Forschungsdaten unterschiedlicher Disziplinen gewährleisten können. Darüber hinaus wird gezeigt, dass die Detailbeschreibung für unterschiedliche Forschungsdaten spezifisch zu erfolgen hat und im Allgemeinen von Datenmanagern der einzelnen Disziplinen vorgenommen werden muss. In Übungen werden sich die Teilnehmenden der Bedeutung der Metadaten für die Auffindbarkeit und Nutzbarhaltung bewusst.

Nicht alle, aber doch viele Forschungsdaten sollen nicht nur 10 sondern 50 oder 100 Jahre zur Verfügung gestellt werden. Die Teilnehmenden werden mit den Grundprinzipien der digitalen Langzeitarchivierung vertraut und lernen die notwendigen Prozeduren zur Aufbereitung der Daten für den langfristigen Erhalt kennen.

Lernziele
  • Die Teilnehmenden kennen Möglichkeiten für das aktive Datenmanagement.
  • Sie sind mit der Architektur von Plattformen zur Verwaltung von Forschungsdaten vertraut.
  • Sie sind sich bewusst, dass die Vielfalt der Forschungsdaten spezielle Herausforderungen für das Forschungsdatenmanagement stellt.
  • Sie wissen, dass Forschungsdatenmanagement daher nur in Kooperation von Data Librarians und Forschenden gelingen kann.
  • Sie kennen Standards zur Beschreibung von Forschungsdaten auf einer Plattform.
  • Sie sind sich bewusst, dass Forschungsdaten, die langfristig zur Verfügung gestellt werden sollen, aufbereitet werden müssen, was eventuell mit einem Informationsverlust einhergehen kann.
Über die Referenten

Prof. Dr. Niklaus Stettler ist Professor für Records Management und Archivierung und Leiter des Schweizerischen Instituts für Informationswissenschaften (SII) der HTW Chur. Er befasst sich in Lehre, Forschung und Dienstleistungsprojekten mit der Konzeption und Umsetzung von Records & Information Management Programmen in kleinen und mittleren Organisationen.

Mara Hellstern ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft (SII) der HTW Chur und war davor in diversen Informationseinrichtungen tätig. Heute engagiert sie sich in den Bereichen Semantic Web, Linked Open Data sowie Usability Engineering und ist in ihrer Funktion als Projektmitarbeiterin unter anderem an den SUK-P2 Forschungsprojekten linked.swissbib.ch und Train2Dacar beteiligt.

 
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