Modul 3: Der Nutzen und die Nachnutzung von publizierten Forschungsdaten

Datum:Dienstag, 10.11.2015
Zeit:

08:30 - 09:00 Kaffee und Gipfeli

09:00 - 10:30 Modul 3: Nutzen/Nachnutzung von publizierten Forschungsdaten

10:30 - 11:00 Pause

11:00 - 12:30 Fortsetzung Modul 3

12:30 - 13:30 Mittagspause

Ort:Volkshaus Zürich, Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich
Referent/-in:Niklaus Stettler, Elena Mastrandrea
Sprache:Deutsch
Hinweis:Die Teilnehmer/-innen werden gebeten nach Möglichkeit einen Laptop für die praktischen Übungen mitzubringen
Beschreibung

Forschungsdatenmanagement kann nur erfolgreich praktiziert werden, wenn der Nutzen dieses Aufwands für alle Beteiligten und insbesondere für die Forschenden selbst einsichtig wird. Data Librarians müssen sich bewusst sein, was der neue Dienst der Bibliothek den Kunden (Forschenden) bringen kann. In diesem Modul sollen die Data Librarians daher mit dem Nutzen des Forschungsdatenmanagements für die Forschenden bekannt gemacht werden. Die Teilnehmenden sollen diesen Mehrwert für die Forschung "erleben".

Das Modul ist in zwei Blöcke unterteilt:

Im ersten Teil werden Daten von der Plattform openresearchdata.ch genutzt. Die Teilnehmenden werden dazu angeleitet, Daten auf dieser Plattform zu suchen und auszuwerten. Mit Hilfe von einfachen Visualisierungen erfahren sie den (Sekundär-)Nutzen von Forschungsdaten. Sie lernen dabei auch, welche Bedeutung den Metadaten, die ein vertieftes Verständnis der Daten ermöglichen, zukommt.

In Übungen zur Nachnutzung von Forschungsdaten werden sie an die Funktionen der verschiedenen Metadatenkategorien des Informationsmodells von OAIS herangeführt, so dass sie Forschende auf die Relevanz der "Representation Information" hinweisen können.

Im zweiten Teil werden die Teilnehmenden mit verlinkten Daten experimentieren. In einer kleinen Einführung lernen sie die Abfragesprache für Linked Data "SPARQL" kennen. Im Anschluss daran wenden sie diese neue Kompetenz an und versuchen mit SPARQL das Potenzial von Linked Data zu erfassen.

Beide Teile sind stark übungsorientiert. Spielerisch soll der Nutzen des Forschungsdatenmanagements erfahren werden.

Lernziele
  • Die Teilnehmenden erkennen den Sekundärnutzen von Forschungsdaten.
  • Sie sind sich bewusst, dass die Daten nur mit ausreichenden "Representation Information" (d.h. die erklärenden Metadaten) einen wirklichen Mehrwert zu erbringen vermögen.
  • Sie haben ein funktionales Verständnis des Informationsmodells von OAIS.
  • Sie können einfache Visualisierungen von Datensätzen erstellen und erkennen den Mehrwert, den diese erbringen.
  • Sie sind sich bewusst, dass die Verlinkung von Forschungsdaten einen erheblichen zusätzlichen Nutzen mit sich bringen und haben eine Ahnung, wie dieser Nutzen mit SPARQL erlangt werden kann.
Über die Referenten

Prof. Dr. Niklaus Stettler ist Professor für Records Management und Archivierung und Leiter des Schweizerischen Instituts für Informationswissenschaften (SII) der HTW Chur. Er befasst sich in Lehre, Forschung und Dienstleistungsprojekten mit der Konzeption und Umsetzung von Records & Information Management Programmen in kleinen und mittleren Organisationen.

Elena Mastrandrea ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft (SII) der HTW Chur, wo sie an verschiedenen Forschungs- und Dienstleistungsprojekten arbeitet. Davor war sie in verschiedenen Informationsmanagement-Stellen tätig. Ihre Forschungsinteressen liegen in den Bereichen digitale Archivierung, Records Management und Linked Data.

 
Sie sind hier: Frühere Veranstaltungen | Herbstschule 2015 | Modul 3 - Nutzung/Nachnutzung Forschungsdaten