Modul 1: "Einführung in die Fragenbogenerstellung"

Datum:Montag, 19.11.2012
Zeit:

08h30 - 09h00 Kaffee und Gipfeli

09h00 - 12h15 Workshop

12h15 - 13h30 Mittagspause

13h30 - 17h00 anschliessend Apéro

Ort:Nationalbibliothek, Saal Dürrenmatt
Referent/-in:Eliane Blumer, Jasmin Hügi
Sprache:Deutsch
Kursbeschreibung

Im Bibliotheks- und Archivwesen sind Fragebogen ein wichtiges Mittel, um die Einstellung der Benutzer gegenüber den erbrachten Dienstleistungen zu erfahren. Die Resultate einer Umfrage werden meistens als Entscheidungshilfen genutzt, um einen eingeschlagenen Kurs oder neue Produkte anzupassen, oder alte Angebote fallen zu lassen.

Durch diese Motivation und die relativ geringen Kosten, die mit einer Umfrage verbunden sind, kommen Informationsspezialisten oft in die Situation, einen Fragebogen zu erstellen. Dies geschieht jedoch meist auf intuitive Art und Weise, indem die Fragen direkt erstellt und der Fragebogen versendet wird. Dies führt dazu, dass manchmal erst bei der Auswertung der Resultate auffällt, welche Fragen wirklich hätten gestellt werden sollen.

Genau hier soll dieses Modul nun ansetzen und eine praktische Einführung in den wissenschaftlichen Prozess der Fragebogenstellung anbieten. Dabei wird Schritt für Schritt jede Phase der Erstellung eines Fragebogens vorgestellt und danach in praktischen Übungen umgesetzt. Im Modul ist zudem genügend Platz eingebaut, um einen persönlichen Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmern zu ermöglichen und Tipps und Tricks von Kollegen zu erhalten, die vielleicht schon einmal in einer ähnlichen Situation waren.

Das Modul richtet sich an alle Mitarbeiter von Informations- und Dokumentationsorganisationen, also Bibliotheken, Archive, Dokumentationen etc., die mit der Erstellung von Fragebogen konfrontiert sind und Interesse daran haben, ihren nächsten Fragebogen systematisch und methodisch korrekt und nicht intuitiv zu erstellen.

Inhaltlich gesehen wird der Schwerpunkt des Moduls die Fragebogenerstellung sein. Auf Auswertungsmethoden und statistische Hypothesentests wird nicht weiter eingegangen. Die Dozenten kommen aus einem informationswissenschaftlichen Kontext und werden in Bezug auf die Grundlagen der empirischen Sozialforschung die für Informationswissenschaftler wichtigsten Kerninformationen vermitteln. Der Schwerpunkt liegt dabei aber immer auf der praktischen und nicht soziologisch-theoretischen Anwendung. 

Was die Teilnehmenden lernen werden
  • Die Teilnehmenden machen sich mit dem Prozess der Fragebogenerstellung, dem wissenschaftlichen Umgang mit Fragebögenvertraut und wissen, Gelerntes in der Praxis einzusetzen.
  • Anhand eines Beispiels, welches die Theorie durch den ganzen Workshop begleitet, lernen die Teilnehmenden, wie die Theorie konkret umgesetzt werden kann.
  • Dank einem eingeplanten Austausch während des Workshops lernen die Teilnehmenden die Erfahrungen der anderen Teilnehmenden kennen und erhalten so Tipps und Tricks aus dem Alltag.
Über die Referent/-innen
  • Eliane Blumer ist Lehr- und Forschungsassistentin an der Haute école de gestion de Genève und arbeitet für die Forschungsprojekte ACCEPT (Analyse du Comportement des Clients - Evaluation des Prestation de Téléchargement) und RODIN (ROue D'INformation).
  • Jasmin Hügi ist Forschungsassistentin an der Haute école de gestion de Genève und arbeitet für das Forschungsprojekt PECI (Plateforme d'évaluation des centres d'information).

 

 

 
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